Selbstvertrauen & Kontakt

Hast du auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass du auf einen Menschen, der dir wichtig ist zugehen wolltest, und dann hat dich irgendwie der Mut verlassen?

 

Oder du hattest ein wirklich wichtiges Vorstellungsgespräch bei dem Arbeitgeber deiner Träume?

Und du warst dann so nervös, dass du in dem Gespräch nicht wirklich anwesend warst?

Hast du ratlos vor deinem eigenen Verhalten gestanden, dich über dich selbst geärgert oder dich sogar geschämt?

 

Was passiert da in uns und mit uns?

 

Solche Erfahrungen hängen meistens damit zusammen, dass wir nicht wirklich wissen, wer wir sind. Wo unsere Schwächen und Verletzlichkeiten liegen. Und solange das unklar für uns ist, entsteht ein diffuses Gefühl von Unsicherheit und vielleicht sogar Gefahr in uns, wenn wir uns einer Situation nähern, in der es für uns um etwas geht! Wo wir uns zeigen müssen.

 

Um uns authentisch zeigen zu können, dürfen wir keine Angst vor den dunklen Seiten in uns haben. Wir sollten sie gut genug kennen, um unsere körperliche Reaktion, die mit diesen Seiten in uns einhergeht regulieren zu können. Was heißt das konkret?

 

Alle Erlebnisse, die wir aus egal welchen Gründen nicht wirklich verarbeiten konnten, die in der Schwebe in uns sind, sind an Empfindungen und Gefühle geknüpft. Das kann zum Beispiel das Gefühl sein, dass dir ganz heiß wird oder dir der Schweiß ausbricht, wenn etwas an einer Situation deinen Körper! und dein Unbewusstes! an etwas erinnert. Nämlich an etwas, das nicht verarbeitet ist.

 

Fast alle Menschen haben Verletzungen mit dem Thema Kontakt erlebt. Und weil Kontakt ein so essentielles Thema für uns Menschen ist und oft sehr stark mit Emotionen wie Schuld und Scham verbunden ist, können uns Situationen mit anderen Menschen (die wichtig für uns sind) so aus der Bahn werfen. Was uns letztlich aus der Bahn wirft, ist unsere körperliche Reaktion in der Situation, die wir nicht verstehen und daher nicht beeinflussen können.

 

Um Vertrauen in uns selbst zu entwickeln, brauchen wir ein Gefühl der Sicherheit in unserem eigenen Körper. Dazu müssen wir verstehen, was in ihm vorgeht, wie unsere Körperreaktionen und Emotionen entstehen und wie wir lernen können, sie wahrzunehmen und liebevoll anzusprechen, ihnen zu begegnen!

 

Uns selbst und damit auch unseren Körper besser zu verstehen gibt uns Selbstvertrauen!

 

Wir können im wahrsten Sinne besser darauf vertrauen, dass unser Körper nicht "ohne uns" handeln wird. Denn wir haben jetzt ein Gefühl von Verbindung zu ihm. Damit haben wir eine Stärke in uns entwickelt, die uns ohne Angst und offen in Kontakt gehen lässt.

 

Ich hoffe, das war hilfreich und grüße euch herzlich.

 

Brigitte

Kommentar schreiben

Kommentare: 0