Deine Ressourcen

Unsere inneren Kraftquellen - unsere Ressourcen - helfen uns dabei, unser Ausmaß an Erregung und unsere Emotionen zu regulieren. Auf sie zugreifen zu können, gibt uns ein Gefühl von Kraft (agency) und Selbstwirksamkeit. Wir können belastenden inneren Zuständen einen sicheren Raum in uns geben, sie gewissermaßen besser „halten“, ohne uns überwältigt zu fühlen.

 

Ressourcen werden besser zugänglich, wenn wir unseren Körper als Verbündeten erleben. Um in unsere Kraft zu kommen, kann es helfen, körperliche Zustände wahrzunehmen und sie zu unterscheiden. Was nehme ich in meinem Körper wahr, wenn ich mich gerade stark fühle? Wie kann ich es besser steuern, diesen inneren Zustand bewusst herzustellen und zu geniessen?

 

Ressourcen können für jeden von uns ganz unterschiedlich aussehen. Es kann etwas sein, was du besonders gerne machst und/oder gut kannst. Es kann auch das Zusammensein mit anderen Menschen sein. Menschen, die uns bestärken und uns das Gefühl geben „Du bist genau richtig, so wie du bist, Du schaffst das.“.

 

Oder es kann eine innere Haltung sein, die ich bewusst einnehme – wie wenn ich einen bestimmten inneren Ort aufsuche und damit einen bestimmten neurophysiologischen Zustand in mir herstelle. In solch einem Zustand ist auch mein autonomes Nervensystem (ANS) in einem bestimmten Zustand. Der kann aktiv oder entspannt sein, auf jeden Fall aber gut reguliert!

 

In einem regulierten inneren Zustand bekommen wir mehr von unserem eigenen Erleben mit und können uns infolge dessen immer besser regulieren – eine wunderbare positive Rückkopplung.

 

Innere Ressourcen, also, etwas worauf du ohne die direkte Hilfe von anderen Zugang hast und äussere Ressourcen können sich auch gegenseitig verstärken. Menschen, die einen guten Zugang zu ihren inneren Ressourcen haben, fühlen sich sich selbst auch verbundener und haben in der Regel weniger Angst, sich auf andere Menschen einzulassen und sich über diesen Kontakt zu regulieren. Wenn das ANS gut reguliert ist, wird bei uns Menschen, wie bei allen Säugetieren das sogenannte Soziale-Kontakt-System (social engegement system) aktiviert.

 

Finde heraus, welches deine Ressourcen sind. Es macht Spaß und lohnt sich.

 

Herzliche Grüße

 

 

Brigitte

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Selbstvertrauen & Kontakt

Hast du auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass du auf einen Menschen, der dir wichtig ist zugehen wolltest, und dann hat dich irgendwie der Mut verlassen?

 

Oder du hattest ein wirklich wichtiges Vorstellungsgespräch bei dem Arbeitgeber deiner Träume?

Und du warst dann so nervös, dass du in dem Gespräch nicht wirklich anwesend warst?

Hast du ratlos vor deinem eigenen Verhalten gestanden, dich über dich selbst geärgert oder dich sogar geschämt?

 

Was passiert da in uns und mit uns?

 

Solche Erfahrungen hängen meistens damit zusammen, dass wir nicht wirklich wissen, wer wir sind. Wo unsere Schwächen und Verletzlichkeiten liegen. Und solange das unklar für uns ist, entsteht ein diffuses Gefühl von Unsicherheit und vielleicht sogar Gefahr in uns, wenn wir uns einer Situation nähern, in der es für uns um etwas geht! Wo wir uns zeigen müssen.

 

Um uns authentisch zeigen zu können, dürfen wir keine Angst vor den dunklen Seiten in uns haben. Wir sollten sie gut genug kennen, um unsere körperliche Reaktion, die mit diesen Seiten in uns einhergeht regulieren zu können. Was heißt das konkret?

 

Alle Erlebnisse, die wir aus egal welchen Gründen nicht wirklich verarbeiten konnten, die in der Schwebe in uns sind, sind an Empfindungen und Gefühle geknüpft. Das kann zum Beispiel das Gefühl sein, dass dir ganz heiß wird oder dir der Schweiß ausbricht, wenn etwas an einer Situation deinen Körper! und dein Unbewusstes! an etwas erinnert. Nämlich an etwas, das nicht verarbeitet ist.

 

Fast alle Menschen haben Verletzungen mit dem Thema Kontakt erlebt. Und weil Kontakt ein so essentielles Thema für uns Menschen ist und oft sehr stark mit Emotionen wie Schuld und Scham verbunden ist, können uns Situationen mit anderen Menschen (die wichtig für uns sind) so aus der Bahn werfen. Was uns letztlich aus der Bahn wirft, ist unsere körperliche Reaktion in der Situation, die wir nicht verstehen und daher nicht beeinflussen können.

 

Um Vertrauen in uns selbst zu entwickeln, brauchen wir ein Gefühl der Sicherheit in unserem eigenen Körper. Dazu müssen wir verstehen, was in ihm vorgeht, wie unsere Körperreaktionen und Emotionen entstehen und wie wir lernen können, sie wahrzunehmen und liebevoll anzusprechen, ihnen zu begegnen!

 

Uns selbst und damit auch unseren Körper besser zu verstehen gibt uns Selbstvertrauen!

 

Wir können im wahrsten Sinne besser darauf vertrauen, dass unser Körper nicht "ohne uns" handeln wird. Denn wir haben jetzt ein Gefühl von Verbindung zu ihm. Damit haben wir eine Stärke in uns entwickelt, die uns ohne Angst und offen in Kontakt gehen lässt.

 

Ich hoffe, das war hilfreich und grüße euch herzlich.

 

Brigitte

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Entspannen...

Warum ist das wichtig? Nur in der Entspannung können wir neugierig sein und Neues lernen!

Woran merken wir, dass Körper und Geist sich entspannen?

Aktivierung und Entspannung wechseln sich in Zyklen von 90 bis 120 Minuten über den Tag verteilt ab. Dies wird von unserem sogenannten Autonomen Nervensystem gesteuert. In der Phase der Entspannung ist der parasympathische Ast des Autonomen Nervensystems aktiver. Er sorgt zum Beispiel dafür, dass unsere Atmung sich vertieft, unser Herz langsamer schlägt und unser Magen-Darm-Trakt aktiver ist (Wir können unseren Bauch dann oft hören.).

Auch unsere Fähigkeit, uns selbst zu beobachten steigt!  Unser Fokus wird weicher, und unsere Sinneswahrnehmung wird weiter. Wir haben die Möglichkeit, mehr mitzubekommen - in uns und um uns herum. Sind wir in diesem Zustand der Neugierde und Offenheit, können wir auch mitfühlender sein, uns besser regulieren und uns auf andere Menschen einlassen. Wir nutzen dann unser sog. Soziales Kontakt-System (social engagement system, Polyvagaltheorie, Dr. Stephen Porges).

Wenn wir genauer wahrnehmen, was in unserem Körper gerade passiert, also wenn wir uns fühlen können in unserem Körper, können wir Erlebnisse besser in unsere eigene Geschichte integrieren. Wir haben ein klareres Bild davon, wer wir sind.

"Ich sehe dich". -

Präsenz & Kontakt im Paar

 

Ein Kurs für Paare

mit vielen Übungen zu zweit


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