Kontakt & Regulation

 

Wenn wir diese Erfahrungen besonders als Säuglinge und Kleinkinder nicht machen konnten - aus welchen Gründen auch immer - hat das Auswirkungen darauf, wie wir uns selbst und die Welt erleben. Als Säuglinge können wir auf ein Erleben, das für unser Leben bedrohlich ist (also, wenn unsere Bedürfnisse nach Fürsorge, Nähe, Kontakt und Regulation nicht befriedigt werden - für ein Neugeborenes sind dies lebensbedrohliche Dinge) nur mit einem inneren Abschalten (shut down) reagieren. Unser Nervensystem ist noch nicht reif genug für eine andere Reaktion.

 

Das Problem ist, das wir ohne diese sog. eingestimmte Kommunikation mit mindestens einer Bezugsperson nicht lernen können, uns selbst zu regulieren. Unser Nervensystem braucht besonders in den ersten Lebensjahren eine Regulation von außen. Wir brauchen ein Gegenüber!

 

Kontakt hilft uns, uns zu regulieren. Wenn der Kontakt eingestimmt ist. Genau hier liegt die Stärke von Hakomi. Durch die Art, wie der Practitioner mit dir sitzt, einfach mit dir ist, durch die Haltung der liebevollen Präsenz kann unser Unbewusstes sich öffnen und unser Nervensystem sich entspannen. Neue heilendere Erfahrungen zum Thema Kontakt und Nähe werden möglich. Veränderung wird möglich.

 

Das Thema Kontakt hat also für uns Menschen eine enorm wichtige Bedeutung. Sowohl der Kontakt zu uns selbst als auch zu anderen Menschen, insbesondere zu Menschen, die wir lieben und denen wir nahe sein möchten. Nähe und Intimität zuzulassen fällt vielen Menschen jedoch schwer.

 

Oft stehen wir uns selbst im Weg, wenn es darum geht, auf andere Menschen zuzugehen oder eine Freundschaft oder Liebesbeziehung so zu gestalten, dass wir uns damit wohlfühlen und glücklich sind.

 

Warum fällt uns das so schwer? Oftmals wissen wir gar nicht, wo genau unsere Schwierigkeiten herkommen. Wir merken nur, dass irgendetwas mit unseren Beziehungen nicht rund läuft und wir immer wieder die gleichen Muster durchlaufen, aus denen wir alleine nicht heraus finden. Häufig sind wir gefangen in Verhaltensweisen, die wir uns - aus gutem Grund, wie wir weiter oben gesehen haben - im Säuglings-oder Kindesalter angeeignet haben und über die wir später nicht mehr nachdenken. An diese sog. impliziten Erinnerungen kommen wir normalerweise auch nicht so einfach heran. Sie sind in Teilen unseres Gehirns gespeichert, die so etwas wie einen Türöffner brauchen, eine besondere Sprache. Finden wir Zugang zu diesen Teilen des Gehirns, wird Veränderung möglich.

 

Liebevolle Präsenz ist so ein Türöffner für Veränderung!