Mehr über Hakomi

 

Hakomi vereint Ideen des Buddhismus und des Daoismus (Taoismus) wie Mitgefühl (Empathie und das Wissen um die Wichtigkeit der momentanen Erfahrung, das Ruhen im Hier und Jetzt.

 

Hakomi bedeutet in der Sprache der Hopi-Indianer "Wer bin ich im Verhältnis zu diesen vielen Welten" oder "Wer bin ich?"

 

Die wichtigsten Grundsätze sind Achtsamkeit, Gewaltfreiheit, die Selbstorganisation lebender Systeme (also die Fähigkeit, sich selbst zu heilen) und die Verbundenheit aller Menschen, aller Dinge und allen Lebens.

 

Hakomi ist nicht nur eine Psychotherapie, die im Einklang steht mit der neurowissenschaftlichen Forschung der letzten Jahrzehnte. Sie kann für uns eine Lebenspraxis werden, eine spirituelle Entdeckungsreise zu uns selbst.

 

Welche Rolle spielt der Körper bei der Arbeit?

 

Eine enorm wichtige! Als Practitioner nutzen wir ihn sozusagen als Wegweiser bei der Spurensuche nach Glaubenssätzen. Diese Wegweiser nennen wir Indikatoren.

 

Unser Körper speichert alle Erinnerungen!

 

In unserer Art zu stehen, zu gehen, in unseren Bewegungsmustern, in der Art, wie wir etwas tun sind Erinnerungen aus unserem impliziten Gedächtnis gespeichert. Da sie implizit sind, sind sie uns nicht bewusst. Mit einem Gegenüber ist es leichter, sie in unser Gewahrsein zu bringen.

 

Auch die körperlichen Reaktionen, die von unserem vegetativen Nervensystem auf ein bestimmtes Ereignis hin in Gang gesetzt werden sind in unserem Körper gespeichert.

 

Zum Beispiel wenn sich in uns alles zusammenzieht oder wir anfangen zu weinen, wenn wir als verbales Experiment den Satz hören: "Du bist liebenswert.". Das kann ein Hinweis sein, der uns tiefer zu einer Erinnerung oder zu einem Glaubenssatz hinführt.

 

Welche Rolle spielt Berührung bei der Arbeit?

 

Im Hakomi können wir Berührung nutzen, um dem Klienten zu ermöglichen, etwas zu studieren.

Wenn es für dich in Ordnung ist, bietet der Practitioner manchmal ein körperliches Experiment an.

Die Berührungen sind immer achtsam und sanft. Wir wollen nichts an die Oberfläche holen oder triggern, sondern in Achtsamkeit studieren. Das unterscheidet Hakomi von anderen mir bekannten Formen der Körpertherapie.

 

Ein körperliches Experiment könnte zum Beispiel so aussehen: "Schau mal, was geschieht, wenn ich meine Hand ganz behutsam auf deine Schulter lege.".

 

Berührung kann im richtigen Moment sehr heilsam sein und Trost geben. Es kann sein, dass der Practitioner dir das anbietet. Du entscheidest selbstverständlich, ob du das möchtest.

 

Hakomi -Institut und Hakomi-Network

 

Nachdem Ron Kurtz das von ihm gegründete und über viele Jahre geleitete Hakomi-Institut verlassen hatte, um seine Arbeit frei von institutionellen Zwängen ausüben und lehren zu können, gründete er das Hakomi-Network, das weltweit Practitioner und Trainer ausbildet und dem ich mich verbunden fühle.

 

Aus der ursprünglichen Methode ist Hakomi simplified (die weiterentwickelte oder verfeinerte Methode) hervorgegangen, die die Haltung der liebevollen Präsenz des Practitioners und die heilsame Beziehung (healing relationship) zwischen Practitioner und Klient in den Vordergrund stellt.

 

Der folgende Link führt dich zur deutschen Networkseite. Die Artikel, die du dort findest, habe ich für das Network ins Deutsche übertragen.

 

                         Ron Kurtz über Hakomi